Konfirmation ist die Bestätigung der als Kind empfangenen Taufe durch den Erwachsenen

In Deutschland beginnt die Religionsmündigkeit mit 14, es ist also die erste Mündigkeit, die einem jugendlichen verliehen wird. Ein 14-Jähriger kann also auch gegen den Willen der Eltern Jude, Moslem oder Hindu werden. In der heutigen Realität entscheiden sich die meisten Menschen in keinem Alter ohne äusseren Anlaß für oder gegen eine Religion, sie werden hineingeboren, wollen kirchlich heiraten oder umgekehrt, die finanzielle Belastung wird zu groß.

Die biblische Taufe war ausschließlich die Erwachsenentaufe, die heute in dieser Form allein von den Baptisten vertreten wird. In der lutherischen Kirche stehen Kindertaufe und Erwachsenentaufe gleichberechtigt nebeneinander.

In meinem Konfirmandenunterricht biete ich das Kennenlernen und das Einüben des Glaubens an. Die Jugendlichen sollen lernen, Stellung zu beziehen und auszusprechen, was ihnen am Herzen liegt ("Wo dein Herz ist, da ist dein Gott", Martin Luther). Was sie glauben, liegt in ihrer Freiheit, daß sie sich mit diesen Dingen beschäftigen, ist mir wichtig. Daher sprechen die Jugendlichen bei jeder Konfirmation ihre eigenen Bekenntnisse, von der Gruppe zusammengefaßt, (s. u.), oder auch individuell.

                                                            Pastor Johannes Schröder


Die Bekenntnisse und Zweifel der Konfirmanden im Jahr 2012, gesprochen im Konfirmationsgottesdienst. 

Ich glaube nicht an Gott, aber ich zweifle auch daran, dass er sozusagen über uns „wacht“. Es gibt zwar Wunder, die unmöglich erschienen, wie dass ein Komapatient nach 13 Jahren wieder aufwacht, aber da solche Wunder sehr selten sind, glaube ich nicht, dass Gott dafür verantwortlich ist. Ich glaube nicht an den Himmel und auch nicht an die Hölle, aber an die gute Seele. Am wichtigsten ist mir Freundschaft und der Glaube an die Realität, die Familie ist mir so wichtig wie Freundschaft und Liebe. Mein Glaube zum Thema Tod ist, dass man wiedergeboren wird. Ich zweifle an der Bibel, weil es meistens unrealistisch ist. Lukas

Ich glaube an Gott, weil er mir in schweren Situationen hilft. Ich stehe auch zu meinen Freunden, weil sie wahre Freunde sind, und es ist mir egal, was die anderen sagen. Auch in schweren Situationen werde ich zu meinen Freunden stehen, weil ich weiß, dass sie auch zu mir stehen würden. Sascha

Ich zweifle an der Existenz von Gott, weil ihn keiner gesehen hat und es auch keine echten Beweise gibt.  Mir ist meine Familie sehr wichtig, weil ich weiß, dass sie immer für mich da ist und ich mich auf sie verlassen kann. Freunde und Liebe sind mir auch wichtig, weil es ohne beide sehr einsam und traurig werden kann. Ich glaube nicht an Geister, weil es zu wenig Beweise gibt. Wie es nach dem Tod ist, kann ich nicht sagen, weil ich mich damit noch nicht beschäftigt habe. Marcel

Ich glaube nicht an Gott.
Gibt es Gott?
Mir ist die Freundschaft wichtig.
Mir ist die Liebe wichtig.
Meine Familie ist mir sehr wichtig.
Wie ist es nach dem Tod? Lasse 

Ich glaube an Gott, doch vorstellen kann ich ihn mir nicht. Ich glaube auch an Engel, jedoch kann ich mir diese vorstellen. Meine Familie und meine Freunde sind mir sehr wichtig. Ich habe lieber 1 – 3 gute Freunde, als 1000 falsche. Ausserdem möchte ich ihnen danken, dass sie mich nicht in Stich gelassen haben, und hoffe, sie werden es auch nicht. Max

Ich glaube an Gott, weil ich denke, dass es Gott gibt. Die Familie steht bei mir an erster Stelle. Dann die Schule und danach die Freunde. Ich glaube nicht an Geister oder an das Böse. Ich glaube nicht an den Weltuntergang, weil nur Gott weiß, was am nächsten Tag passiert oder wann die Welt untergeht. Die Liebe ist mir sehr wichtig und ich weiß nicht, wie es nach dem Tod ist. Ich bete zu Gott in schwierigen Situationen. Ich glaube daran, dass Gott die Welt erschaffen hat. Gott spielt in meinem Leben eine sehr große Rolle. Andrej

Ich glaube an Gott. Meine Freunde und meine Familie sind mir sehr wichtig. Ich möchte später mit einer Vierpersonen-Familie leben. Ich denke, dass wir in zirka 15 bis 30 Jahren auf den Mars fliegen. Es sollte fliegende Autos geben, daran glaube ich, weil es schon Flugzeuge gibt, wieso nicht auch fliegende Autos?Mir ist Liebe wichtig. Es sollen gute Leute zu Gott gehören, böse Leute zum Teufel. Ich habe Respekt vor meinen Eltern. Ich ehre den Namen Gottes. Alexander 

Ich bezweifle, dass es einen Gott gibt. Wenn es einen Gott gäbe, würde er nicht so viele Menschen hungern lassen. Ich glaube, jeder Mensch wird ein bischen von Gott beschützt. Ich glaube, dass jeder Mensch eine Seele hat. Pascal