Kirche und Geld

Die evangelischen Landeskirchen und die römisch-katholische Kirche in Deutschland sind als Körperschaften öffentlichen Rechts organisiert. Sie finanzieren sich durch Kirchensteuer, die der Staat im Lohnauftrag (nicht umsonst, sondern für eine Gebühr in Höhe von gut 3% des Umsatzes) in Höhe von 8% - 9% der Lohn- und Einkommenssteuer für sie einzieht. Unsere Gemeinde gehört zur Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche).

Mit der Taufe wird das Kind über die Eltern oder den Elternteil, der zur Kirche gehört, in die Kirche aufgenommen. Mit der Konfirmation entscheidet sich der oder die getaufte Jugendliche selbst, ob er oder sie weiter zur Kirche gehören will.
Auch als Erwachsener kann man sich bei uns taufen lassen und damit in unsere Kirche eintreten. Da die Erwachsenentaufe die ursprüngliche Taufe in den ersten Jahrhunderten der Kirche war, haben Sie nichts "versäumt", wenn Sie sich als Erwachsener taufen lassen wollen.
Wir freuen uns auf Sie, in einem oder mehreren persönlichen Gesprächen können Sie herausfinden, was die Taufe und eine Mitgliedschaft in unserer Kirche für Sie bedeuten kann. Die Taufe empfangen Sie in einem unserer Gottesdienste am Sonntag Ihrer Wahl.

Ein Austritt aus der Kirche nur wegen der Kirchensteuer ist unnötig. Ich empfehle statt dessen einen Übertritt in eine der (allein in Hamburg über 40) Freikirchen, die zum Weltrat der Kirchen gehören und deren Mitglieder auch alle kirchlichen Rechte in den Landeskirchen besitzen. Freikirchen finanzieren sich mit verschiedenen Spenden- und Beitragsmodellen selbst. Einige von ihnen erwarten geringere finanzielle Beiträge als wir, sie erwarten dann allerdings eine aktive Beteiligung an den Aufgaben der Gemeinde in anderer Form, andere nehmen allerdings einen für Normalverdiener höheren Beitrag, häufig 10% des Einkommens (den Zehnten).

Wenn Sie nicht (mehr) an Gott glauben und / oder wenn Ihnen das Wirken aller christlichen Kirchen nichts mehr gibt, ist ein Austritt aus der Kirche sinnvoll. Ihre Taufe wird mit dem Austritt nicht gelöscht, sondern sie ruht. Wenn Sie später wieder in eine Kirche eintreten, müssen Sie nicht erneut getauft werden

Christen, Juden und Muslime teilen den Glauben, daß eine Zugehörigkeit zur ihrer Glaubensgemeinschaft für die Religion unverzichtbar ist. Man kann ohne die Kirche sehr gut an Gott glauben aber nicht ohne die Kirche Christ sein. Von den bekannten Religionen lässt nur der Buddhismus den Gläubigen die Freiheit, ob sie zu einer buddhistischen Gemeinschaft dazugehören wollen oder nicht. In Hamburg sind die vier großen buddhistischen "Konfessionen" vertreten

Wer an Gott glaubt, ohne sich einer bestimmten Religion anzuschließen, wird freigläubig genannt, wer nicht an Gott glaubt, aber an grundlegende Werte, die für alle Menschen gelten, Humanist. Wer bewußt nicht an Gott glaubt, wird Atheist genannt.

Der Wert
eines Menschen bemißt sich meiner Meinung nach nicht nach seinem oder ihrem Glauben oder Nichtglauben.

Pastor Johannes Schröder

Der Kirchengemeinderat der Gemeinde wird zu ihrer Verwaltung gewählt. Er bestimmt damit auch die Finanzen der gemeinde und legt die Planung im Haushaltsplan fest.


Der haushaltsplan ist öffentlich. Ab dem 11. Januar bis zum 22. Februar können Sie ihn bei uns nach den Gottesdiensten am Sonntag und in den Bürozeiten im Kirchenbüro einsehen. Bei der gemeindeversammlung am 11. Januar wird er erläutert.


In den vergangenen Jahren bis heute haben Ehrenamtliche und Freiwillige dazu entscheidend beigetragen, daß wir auch 2015 mit etwa der Hälfte der Kirchensteuermittel (im Vergleich zu 1995) mehr für Menschen in unserer Gemeinde und in unserem Stadtteil anbieten konnten als vor 20 Jahren
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